Generali European Employee Volunteering Awards

In Deutschland wurden am 21. Februar 2011 zum ersten Mal die Generali European Employee Volunteering Awards vergeben. Dabei wurden die teilnehmenden Unternehmen durch eine unabhängige Jury bewertet und nach ihrem sozialen Engagement und ihrer Förderung des bürgerschaftlichen Miteinanders beurteilt. Dabei gab es verschiedene Kategorien, wie "Großunternehmen", "Kleine und mittlere Unternehmen", "Innovation", "Newcomer" sowie "Öffentliche Verwaltungen". Die Gewinner nahmen danach an einem europaweiten Wettbewerb teil, der zwischen insgesamt 23 Ländern ausgetragen wurde und den Namen "European Employee Volunteering Awards" trug.

Der Hintergrund für die Austragung dieses Wettbewerbs ist der, dass davon ausgegangen wird, dass in den Mitarbeitern der Unternehmen enormes Potential steckt, was das bürgerliche Miteinander angeht. Es soll dem demografischen Wandel entgegen gewirkt werden, indem die sozialen Kompetenzen gefördert werden. Die Bürger sollen sich freiwillig engagieren, denn dies stellt eine tragende Säule des Gemeinwesens dar. Mit dem Preis sollen die Menschen unterstützt werden, die sich freiwillig sozial engagieren und so einen gewissen Teil ihrer Freizeit opfern, beziehungsweise sollen auch die Unternehmen geehrt werden, die ihren Mitarbeitern solche Freiwilligentätigkeiten ermöglichen. Eine Gruppe von Unternehmen (Kategorie Großunternehmen) fördert zum Beispiel Jugendliche zwischen Schule und Berufswelt und veranstaltet Bewerbungstrainings. Die Gruppe nennt sich "ENGAGE" und war der diesjährige Preisträger.

Die bplusd agenturgruppe GmbH bekam den Preis in der Kategorie "Kleine und mittlere Unternehmen" für ihr Engagement für Familien, die sich keinen Urlaub leisten können. Sie riefen die Initiative "1000 Tage Urlaub für Kinder" ins Leben. In der Kategorie "Innovation" wurden verschiedene Unternehmen ausgezeichnet, die Schulleitungen unterstützen und sie bei der Umsetzung der Führungsaufgaben beraten. Es wurden Strategien und Konzepte erarbeitet, mit denen die Schulen zukunftsfähiger sein sollen. Für die Förderung der Entwicklung und Ausbildung von Nachwuchsführungskräften wurde die BMW AG in der Kategorie "Newcomer" ausgezeichnet.

In der Kategorie "Öffentliche Verwaltungen" ging der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden als Gewinner hervor und zwar für die Förderung des bürgerlichen Engagements von Unternehmen. Dafür wurde sogar ein eigenes Servicebüro eingerichtet. Ein Sonderpreis für die "Besonders empfehlenswerte Initiative" wurde vergeben und zwar an die Stadtverwaltung Essen, die es Auszubildenden mit ihrer Initiative ermöglicht, sich im Rahmen der Ausbildung an der sozialen Organisation der Stadt zu beteiligen.